Braut

Bräuche und Traditionen rund um das Thema Brautmode

Wenn man an die eigene Hochzeit denkt, wird man leicht sentimental. Man erinnert sich gerne an den Kauf des Brautkleides, die Auswahl der Location und natürlich an die ausgelassene Feier ohne jegliche Einschränkung. Doch erinnert man sich auch an die vielen Bräuche, damit verbundene Traditionen und Aberglauben rund um das Kleid der Braut? Hier lesen Sie über alle bekannten Traditionen und Bräuche zum Thema Brautkleid. Die meisten von ihnen dürften Sie aber schon kennen.

Bräuche und Traditionen rund um das Brautkleid – Wo kommen sie eigentlich her?

Direkt am Anfang kommt natürlich der bekannteste aller Bräuche – eine echte Braut heiratet in einem weißen Kleid. Obwohl es heutzutage viele andere Varianten gibt, ist das weiße Hochzeitskleid immer noch das Symbol für eine schöne Braut. Doch wo kommt diese Tradition eigentlich her und warum heiratet man ausgerechnet in Weiß?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich recht einfach. Die Farbe Weiß steht für pure Reinheit, Unschuld und Unberührtheit. Und wie man das von früher noch kennt, was aber heute auch nicht ganz aus der Welt ist, heiratet eine Frau als Jungfrau. Daher auch die Tradition ein weißes Kleid bei der Hochzeit zu tragen. Dennoch war das nicht immer so. Bis zu den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts trug Frau aus Kostengründen noch ihr schwarzes Kleid, das eigentlich als Sonntagskleid diente und somit das edelste war, was man besaß. Geändert hat sich das dann mit der Zeit, obwohl noch lange nur Adelige weiße Kleider trugen und das meist aus Seide.

Wer sollte eigentlich das Hochzeitskleid bezahlen?

Früher war es so, dass die Eltern der Braut sowohl die Kosten für das Kleid, als auch den Polterabend bezahlen durften oder besser gesagt mussten. Doch hier hört die Geschichte nicht auf. Außer diesen Kosten, trugen die Brauteltern oder meist der Brautvater auch alle Kosten für die Verpflegung und Unterkunft der Brautjungfern. Das ist heute aber längst nicht mehr der Fall. Heute heiratet man auch deutlich später und meist tragen die zukünftigen Ehepartner ihre Kosten zum größten Teil selbst.

Warum der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit nicht sehen darf

Es bringt Unglück. Punkt. Aber warum eigentlich? Alte Aberglauben besagen, dass es Pech bringt, weil Dämonen gefährliche und schlechte Blicke auf die Braut richten, wenn der Bräutigam vor der Trauung anwesend ist. Meist haben die zukünftigen Ehepartner aus diesem Grund auch mehrere Tage vor der Hochzeit in getrennten Räumen verbracht. Auch hat man für die Brautjungfern Kleider gewählt, die dem Hochzeitskleid ähnlich sahen, um die Dämonen in die Irre zu führen.

Zum Hochzeitskleid gehört immer etwas Gebrauchtes

Früher glaubte man, dass die Braut unbedingt unter ihrem Kleid oder als Schmuck etwas Gebrauchtes tragen muss. Das symbolisierte ihre Verbundenheit zu der eigenen Herkunft und zu ihrer Familie. Hier hat man entweder geerbten Schmuck gewählt oder Accessoires, die zur Brautausstattung der eigenen Mutter oder Großmutter gehört haben. Auch heute hält sich diese Tradition noch. Ebenso wie die, im Schuh einen goldenen Pfennig zu tragen. Dieser soll Glück und Wohlstand auf dem Weg des Ehepaars bringen. Mit Sicherheit glauben auch heute viele Bräute noch an diese Bräuche und ihre Bedeutung.